Gestaltung
Wie gestalte ich mein Bad?
Das Badezimmer hat in den letzten Jahren einen Wandel vollzogen.
In der Vergangenheit war die Gestaltung und Größe hauptsächlich durch Ergonomie und Funktionalität bestimmt. Heute werden Bäder in der Mehrzahl als Wohlfühloasen, die modernsten Design- und Ästhetik-Ansprüchen gerecht werden, geplant und gebaut.
Zugang
Viele Bäder werden heutzutage mit Schiebetüren geplant, gerade Menschen mit Behinderungen die auf barrierefreie Bäder angewiesen sind schätzen diese Lösung. Beim Einsatz von Ganzglastüren schafft die transparente Oberfläche eine freundliche, offene Atmosphäre und dient neben den
Fenstern als zusätzliche Lichtquelle.
Licht und Strom
Im Bad sollte es mehrere Lichtquellen in unterschiedlichen Lichtstärken geben. Schalter und Steckdosen müssen außerhalb des unmittelbaren Spritzwasserbereichs montiert sein.
Heizkörper
Klassische Rippenheizkörper nehmen viel Wandfläche weg und ragen in den Raum hinein. Eine gute Alternative ist der Handtuchheizkörper. Je größer bei diesem die Heizleistung, desto höher der Heizkörper. Die Auswahl des richtigen Handtuchheizkörpers sollte sich nach der Größe des Bades richten.
Fliesen
Material, Größe, Form und Farbe der Fliesen bieten eine riesige Auswahl an Gestaltungsmöglichkeiten, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.
Für kleine Bäder eignen sich großformatige Fliesen oder Mosaikverfliesungen, bei denen das Fugenbild in den Hintergrund rückt. Flächen wirken dadurch größer.
Badezimmermöbel
Wichtig beim Mobiliar ist, dass die Möbel hohen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen sowie Spritzwasser und regelmäßigen Dampf standhalten müssen. Eine Spiegelheizung schützt vor beschlagenen Flächen.
Badewanne
Eine Badewanne lädt nach einem anstrengenden Tag zum entspannen bei einem heißen Bad ein. Sie nimmt allerdings auch viel Platz weg. In kleinen Bädern beziehungsweise bei ungewöhnlichen Grundrissen gibt es neben den klassischen Rechteckwannen viele Alternativen wie Eckwannen, asymmetrisch geschnittene Wannen oder extra tiefe Sitzbadewannen. Whirlpool-Badewannen mit unterschiedlichen Sprudel- und Lichteffekten machen die heimische Wohlfühloase perfekt.
Dusche
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Duschwannen und Duschwandsysteme. Barrierefreie Duschen sind bodengleich ausgeführt. Haltegriffe und ein rutschfester Bodenbelag sollten mit eingeplant werden.
Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Behinderungen bietet sich der Einbau von Sitzgelegenheiten an. Brausen mit verschiedensten Einstellmöglichkeiten fördern das individuelle Wohlbefinden.
WC, Bidet
Toiletten und Bidets sind als Stand- oder Hängemodelle erhältlich. Eine Zweimengen- beziehungsweise Sparspültaste beim WC sollte heute bereits Standard sein. Wichtig ist auf Bewegungsfreiheit zu achten, damit Menschen mit Behinderungen genug Platz haben. So sollte zum Beispiel für Rollstühle neben dem WC eine Umsteigefläche vorgesehen werden.
Wachbecken
Neben dem klassischen Hängewaschbecken gibt es viele Einbauvarianten und Möbelkombinationen. Unterschränke bieten praktischen Stauraum.
In barrierefreien Badezimmern sollte das Waschbecken unterfahrbar sein.
Als Armatur empfiehlt sich ein Einhebelmischer.